Zur Geschichte der White Motor Company


1876 wurde die Firma White Sewing Machine in Cleveland Ohio gegründet. Zu Beginn wurden nur Nähmaschinen produziert.
Etwa um 1900 begann sie mit der Herstellung von Lastkraftwagen. 1902 wurde die Fahrzeugherstellung unter dem Namen White Motor Company rechtlich verselbstständigt.
Damals hatten die Fahrzeuge Vollgummireifen, Windschutzscheiben so flach wie ein Kühlergrill und außen angebrachte Schalthebel.
Die Firma konnte sich damals auch den Luxus erlauben, sich an den verschiedensten Modellen zu versuchen, wie z.B. Dreivierteltonner und Zweidritteltonner mit den unterschiedlichsten Karosserien.

Ab 1918 hatte sich die Firma fast ausschließlich auf die Herstellung von Lastwagen spezialisiert.
White Motor Company wurde in den 20 und 30 Jahren zu einem der führenden Hersteller von LKWs in den USA.
1927 war die White Company durch 82 Ersatzteilwerke sowie 500 Händler, verteilt in den gesamten USA, vertreten.
White war auch stets bestrebt, stets aktuellste technische Neuheiten anzubieten.
1929 brachten sie hydraulische Lock-Heed-Bremsen und neue Sechszylinder-Triebwerke
heraus. Außerdem hatte der Käufer nun die Wahl, sich für ein Drei- oder ein Vierganggetriebe zu entscheiden.
1932 wurde eine Zugmaschine mit drei Achsen und 1935 ein V-12-Benzinmotor entwickelt.

Während des zweiten Weltkrieges entwickelte und baute das Werk auch Militärfahrzeuge u.a.
den berühmten White-Drei-Achsentransporter und die Half-Tracks-Raupenfahrzeuge.
Diese Fahrzeuge kamen auch bei der Landung in der Normandie zum Einsatz und waren auch nach Beendigung des Krieges noch jahrelang als Zivilfahrzeuge auf Frankreichs Straßen unterwegs.
Nach dem Krieg wurden diese Produktionen nach und nach eingestellt.

1951 schloss sich White mit Freightliner zusammen und übernahm den Vertrieb sowie den Service für die Produkte von Freightliner.
Des Weiteren wurde 1951 Sterling Trucks, 1954 Autocar Company, 1958 Diamond T und last but not least 1961 die REO Motor Car dazugekauft.
Von 1968 bis 1977 gehörte auch der Hersteller Euclid Trucks zum White Konzern.
1968 wurde der Geschäftszweig Western Star Trucks gegründet.
1977 endete die Zusammenarbeit mit Freightliner.

White produzierte über die Jahre den Road Boss, den Road Commander, den Xpeditor, den Westernstar, und die Modellreihe von Autocar.

1981 wurde die White Lastwagenfertigung ohne Western Star Trucks von Volvo übernommen und in Volvo White Truck Corp. umbenannt.
1997 übernahm Volvo alle Anteile an dem Unternehmen. Seither führen alle Produkte dieser Firma den Namen Volvo.
Sitz der Volvo Trucks North America Corp. ist heute Greensboro, North Carolina.